Kölner Stadtrat entscheidet über umstrittene Umbenennung von Spielplätzen
Ortrun SteinbergKölner Stadtrat entscheidet über umstrittene Umbenennung von Spielplätzen
Der Kölner Stadtrat wird auf seiner nächsten Sitzung über die Umbenennung von Spielplätzen abstimmen. Der vorgeschlagene neue Begriff „Spiel- und Bewegungsfläche“ war bereits vor zwei Jahren vom Jugendhilfeausschuss beschlossen worden. Nun hat der Vorschlag eine Debatte unter Politikern und Bürgern ausgelöst.
Die Stadtverwaltung argumentiert, dass die aktuelle Bezeichnung nicht alle Nutzer abdeckt. Sie verweist darauf, dass rund 700 Spielbereiche in Köln nicht nur von Kindern, sondern auch von Jugendlichen genutzt werden. Diese breitere Nutzung rechtfertige den neuen Namen, so die offiziellen Stellen.
Bürgermeisterin Henriette Reker hat sich in die Diskussion eingeschaltet. Sie hält die Umbenennung für unnötig und hat ihren Widerstand deutlich gemacht. Reker lehnt es zudem ab, den neuen Begriff in künftigen Planungen vorrangig zu behandeln.
Kritik kommt auch aus anderen Reihen. Unser Online-Redakteur Kristof Kien gehört zu denen, die den Vorschlag mit Skepsis betrachten.
Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat. Auf seiner Sitzung am 4. September wird geklärt, ob die Kölner Spielplätze umbenannt werden. Das Ergebnis wird die Haltung der Stadt in dieser Frage deutlich machen.
