20 April 2026, 14:25

Hitlers Mercedes 770 bleibt unversteigert – trotz Sieben-Millionen-Angebot

Vintage-Werbung für Mercedes-Benz aus den 1930er Jahren mit einem Plakat, das ein Auto, zwei Personen und ein Geb├Ąude im Hintergrund zeigt, sowie beschreibenden Text.

Hitlers Mercedes 770 bleibt unversteigert – trotz Sieben-Millionen-Angebot

Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, ist in den USA unter den Hammer gekommen. Der Luxuswagen, der während des Zweiten Weltkriegs bei NS-Paraden genutzt wurde, erzielte ein Höchstgebot von sieben Millionen US-Dollar. Der Verkäufer lehnte das Angebot jedoch ab – vermutlich in der Hoffnung auf einen höheren Preis.

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Der Mercedes-Benz 770 (W 150) aus dem Jahr 1939, auch als "Großer Mercedes" bekannt, gehört zu einer nur 88 Fahrzeuge umfassenden Serie. Hitler nutzte dieses Modell zwischen 1939 und 1943 persönlich, oft mit offenem Verdeck, um ausländische Staatschefs zu transportieren. 1940 fuhr er damit gemeinsam mit Benito Mussolini durch München, bevor beide am 6. Juli an einer Siegparade in Berlin teilnahmen.

Das Fahrzeug wurde nach Hitlers Vorgaben umgebaut: Es verfügte über eine verstärkte Windschutzscheibe und gepanzerte Seitenwände. Unter der Haube verbarg sich ein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor mit acht Zylindern und 230 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ermöglichte – ideal für Paraden. Damals kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), die Siebensitzer-Variante sogar 47.500 Reichsmark (rund 196.000 Euro).

Nach Kriegsende beschlagnahmten die Alliierten den Wagen und brachten ihn in die USA. Dort wurde er fast im Originalzustand erhalten. Auktionatoren hatten seinen Wert auf sieben bis neun Millionen Dollar geschätzt; Experten hielten das Gebot von sieben Millionen für angemessen.

Bisher blieb das Fahrzeug unverauft, da der Besitzer auf ein besseres Angebot wartet. Seine Seltenheit, die historische Verbindung zum NS-Regime und der makellose Erhaltungszustand machen es zu einem der umstrittensten, aber wertvollsten Sammlerstücke. Die Versteigerung zeigt die anhaltende Faszination für Relikte aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Quelle