17 June 2026, 20:12

Hellweg beantragt Eigenverwaltung nach massiven Verlusten und Branchenkrise

Baumarktkette Hellweg beantragt Insolvenz

Hellweg beantragt Eigenverwaltung nach massiven Verlusten und Branchenkrise

Hellweg, die bekannte Baumarktkette mit Sitz in Dortmund, hat Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen begründete den Schritt mit finanziellen Schwierigkeiten nach dem Ende der Pandemie-Beschränkungen sowie einem deutlichen Umsatzrückgang im deutschen Heimwerkersektor.

Die Probleme des Konzerns verschärften sich 2023, als Hellweg bei einem Umsatz von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro verbuchte. Auch der gesamte deutsche Baumarkt verzeichnete einen Rückgang – von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro im Folgejahr. Steigende Baukosten, hohe Energiepreise und anhaltende Inflation belasteten die Branche zusätzlich.

Auslöser für den Insolvenzantrag war schließlich der Entzug der Warenkreditversicherung. Hellweg reichte den Antrag beim Amtsgericht Essen ein und hat inzwischen Sanierungsexperten mit der Unternehmensführung beauftragt.

Von der Insolvenz sind direkt 2.900 Mitarbeiter in ganz Deutschland betroffen. Sie erhalten für drei Monate Insolvenzgeld, während das Verfahren läuft. Die Eigenverwaltung bei Hellweg folgt auf eine Phase finanzieller Belastungen und branchenweiter Herausforderungen. Die Belegschaft wird kurzfristig abgesichert, während Fachleute daran arbeiten, das Unternehmen zu stabilisieren. Das Gericht in Essen überwacht nun die weiteren Schritte.

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