02 April 2026, 00:17

Hagener Schulranzenhändler verlangt jetzt Beratungsgebühr gegen Showrooming

Ein volles Walmart-Geschäft mit Einkaufstaschen tragenden Kunden und Einkaufswagen, umgeben von Warenauslagen, Schildern und Deckenleuchten.

Hagener Schulranzenhändler verlangt jetzt Beratungsgebühr gegen Showrooming

Ein Schulranzenhändler in Hagen verlangt nun Geld für Beratung im Geschäft

Der Schulranzen-Anbieter Schulranzen Kranz in Hagen erhebt seit Kurzem eine Gebühr von 25 Euro für eine ausführliche Kaufberatung im Laden. Mit dem Schritt will das Unternehmen verhindern, dass Kunden sich kostenlos fachkundig beraten lassen, um die Ware anschließend günstiger im Euro oder Dollar zu bestellen.

Die neue Regelung sieht vor, dass Kunden die Gebühr im Voraus für eine 45- bis 60-minütige Beratung entrichten. Termine können über die Website des Unternehmens vereinbart werden. Wird im Anschluss ein Kauf getätigt, wird die Gebühr vom Endpreis abgezogen.

Die Maßnahme ist Teil eines größeren Trends unter deutschen Einzelhändlern, die mit der Konkurrenz durch Onlinehändler kämpfen. Viele setzen zunehmend auf Zusatzleistungen, Events oder Reparaturdienstleistungen, um sinkende Umsätze auszugleichen. Während Discounter wie Lidl und Aldi mit Niedrigpreisen dominieren, bitten Schuhgeschäfte und andere Läden ihre Kunden mittlerweile an den Kartenterminals um Trinkgeld, um die Löhne der Mitarbeiter zu stützen.

Laut Schulranzen Kranz entscheiden sich über 90 Prozent der Kunden, die die Beratungsgebühr zahlen, anschließend für einen Kauf vor Ort. Das Unternehmen betont, dass es mit der Gebühr nicht um Gewinnmaximierung gehe, sondern um die Wertschätzung der eigenen Fachkompetenz.

Die 25 Euro für die Beratung werden bei einem späteren Kauf mit dem Kaufpreis verrechnet. Die Maßnahme hat bereits zu höheren Umsätzen im stationären Handel geführt. Gleichzeitig fordern Branchenverbände weiterhin schärfere Regeln gegen Billiganbieter wie Shein und Temu.

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AKTUALISIERUNG

New data reveals scale of 'showrooming' driving German retailers' fee policies

New research highlights the scale of 'showrooming' in Germany, where one-third of consumers use in-store advice to buy cheaper online. This practice, known as 'Beratungsklau', has left many retailers frustrated. Key findings include:

  • Over 30% of shoppers compare prices in-store before purchasing online.
  • The trend has prompted stores like Schulranzen Kranz to charge 25 Euro consultation fees to offset lost sales.