Grüne fordern Umbruch beim Schienenverkehr in NRW – mehr Direktverbindungen und weniger Störungen
Mina BenthinGrüne fordern Umbruch beim Schienenverkehr in NRW – mehr Direktverbindungen und weniger Störungen
Die Grünen haben zentrale Forderungen zur Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Zwar führe die Modernisierung derzeit zu Einschränkungen, doch sei sie für ein zuverlässigeres Netz unverzichtbar, so die Partei. Zu ihren Vorschlägen gehören eine Umleitung der RE2-Linie sowie eine beschleunigte Erneuerung der Signaltechnik.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, betonte, dass Fahrgäste die aktuellen Beeinträchtigungen mit Geduld tragen. Die Partei sieht das deutsche Schienennetz zwar in einer dringend notwendigen Modernisierungsphase, doch leiden Reisende unter den häufigen Störungen.
Die Grünen setzen sich dafür ein, die RE2-Linie umzuleiten, um eine Direktverbindung zwischen Solingen, Wuppertal und dem östlichen Ruhrgebiet zu schaffen. Zudem fordern sie eine stärkere Berücksichtigung regionaler Bedürfnisse in der Verkehrsplanung von Land und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Priorität habe auch die Elektrifizierung der S7-Linie sowie deren Verlängerung bis Düsseldorf.
Um künftige Beeinträchtigungen zu verringern, plädieren die Grünen für eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik und eine bessere Koordination von Bahnbauprojekten. Zudem soll vor Beginn der RRX-Bauarbeiten ein zusätzliches Weichensystem in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte entstehen. Zwar seien die jüngsten Sperrungen auf den Linien RE7 und RB48 aufgehoben, doch warnt die Partei vor weiteren umfangreichen Arbeiten.
Die Grünen argumentieren, dass ein sicheres, zuverlässiges und attraktives Schienennetz entscheidend sei, um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, den Bahnverkehr langfristig effizienter und attraktiver zu gestalten – stets mit dem Ziel, Modernisierung und möglichst geringe Belastungen für Fahrgäste in Einklang zu bringen.
