21 April 2026, 02:14

Großübung im Vogelsang-Schulzentrum simuliert Chemieunfall mit 30 Verletzten

Metallischer Verbandkasten mit der Aufschrift "Verbandkasten für Gasopfer" vor schwarzem Hintergrund.

Großübung im Vogelsang-Schulzentrum simuliert Chemieunfall mit 30 Verletzten

Großübung im Vogelsang-Schulzentrum: Einsatzkräfte proben Chemieunfall mit Verletzten

Am vergangenen Wochenende fand im Schulzentrum Vogelsang eine großangelegte Notfallübung statt. Das Szenario simulierte einen chemischen Unfall in einem Klassenzimmer, bei dem rund 30 Schüler mit Atemproblemen und Verletzungen versorgt werden mussten. 88 Einsatzkräfte aus verschiedenen Organisationen arbeiteten Hand in Hand, um ihre Vorbereitung auf reale Krisensituationen zu testen.

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Die Übung begann mit einem fingierten Vorfall im Chemieunterricht, bei dem Schüler mit gefährlichen Stoffen in Kontakt kamen. Die Rettungskräfte erklärten umgehend einen Massenanfall von Verletzten (MANV), da eine große Zahl von Betroffenen zu versorgen war. Die Teams führten eine systematische Sichtung durch, um die Patienten nach Schwere ihrer Verletzungen zu priorisieren, bevor sie medizinisch behandelt wurden.

Ein zentraler Schwerpunkt lag auf dem Aufbau und Betrieb einer Behandlungsstelle 50 (BHP-50). Diese mobile Einheit kann mindestens 50 Patienten pro Stunde versorgen und ist für einen autarken Einsatz von vier bis acht Stunden ausgelegt. Zudem wurde geprüft, wie gut die verschiedenen Behörden und Organisationen unter fast realen Bedingungen zusammenarbeiteten.

Beteiligt waren unter anderem das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe sowie die Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Feuerwehr und Rettungsdienste unterstützten die Übung, um Kommunikationswege zu testen, Notfallabläufe zu optimieren und die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften zu stärken.

Die Übung bot eine realistische Überprüfung der Einsatzfähigkeit im Ernstfall. Durch die Simulation eines Chemieunfalls trainierten die Helfer entscheidende Fähigkeiten in der Sichtung, Behandlung und Koordination von Verletzten. Solche Großübungen sind essenziell, um die Vorbereitung auf tatsächliche Großschadenslagen zu gewährleisten.

Quelle