Großrazzia deckt illegale Beschäftigung und Sozialbetrug in NRW auf
Zollbeamte haben in mehreren deutschen Landkreisen groß angelegte Kontrollen durchgeführt. Rund 110 Beamte überprüften etwa 280 Bauarbeiter in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis. Bei der Aktion wurden zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht aufgedeckt.
Die Kontrollen brachten ans Licht, dass elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis beschäftigt waren. Zudem gab es in fünf Fällen Hinweise auf Sozialleistungsbetrug. Gegen die Betroffenen und ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
In fünf weiteren Fällen wurden nicht gemeldete Sozialabgaben festgestellt. Drei Unternehmen stehen im Verdacht, ihre Mitarbeiter unter dem gesetzlichen Mindestlohn zu bezahlen. Die Ausländerbehörden werden den Aufenthaltsstatus der elf Männer prüfen und über weitere Maßnahmen entscheiden.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wertet die Ergebnisse der Aktion noch aus.
Die Kontrollen deckten schwere Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen auf. Strafverfahren laufen bereits, und weitere aufenthaltsrechtliche Konsequenzen könnten folgen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wird die Ermittlungsergebnisse weiter auswerten.
