Gerresheimer-Aktie bricht auf Zehnjahrestief ein – was steckt dahinter?
Eleonora JunitzGerresheimer-Aktie bricht auf Zehnjahrestief ein – was steckt dahinter?
Gerresheimers Aktie stürzt auf Zehnjahrestief
Am Donnerstag brach der Kurs des Unternehmens um mehr als 13 Prozent ein und schloss bei 32,36 Euro. Der Einbruch folgt auf die dritte Gewinnwarnung des Jahres und vertieft die Sorgen um die finanzielle Lage des Konzerns.
Die Probleme des Dax-Kandidaten häufen sich seit Monaten. Seit Januar hat die Aktie über die Hälfte ihres Wertes verloren, wobei sich die Verluste in den letzten Wochen noch beschleunigt haben. Bereits zweimal hatte Gerresheimer in diesem Jahr seine Jahresziele nach unten korrigiert und eingeräumt, dass die Nachfrage in den Bereichen Pharmazie und Kosmetik deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.
Der Umsatz für die ersten neun Monate belief sich auf 1,68 Milliarden Euro – doch dieser Wert schließt jüngste Übernahmen mit ein. Ohne diese wäre das Geschäft tatsächlich geschrumpft. Das Umstrukturierungsprogramm, das die Geschäfte stabilisieren soll, steckt noch in den Kinderschuhen und zeigt bisher keine Wirkung.
Zusätzlichen Druck übt die Regulierungsbehörde aus: Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat Ermittlungen gegen Gerresheimer eingeleitet. Gescheiterte Übernahmeversuche haben das Vertrauen der Anleger weiter erschüttert – an eine schnelle Erholung glaubt kaum noch jemand.
Die jüngste Gewinnwarnung unterstreicht, wie tief die Krise des Unternehmens reicht. Da die Nachfrage schwächer ausfällt als prognostiziert und die Restrukturierungsmaßnahmen noch nicht greifen, bleibt die Zukunftsperspektive ungewiss. Analysten und Investoren beobachten nun genau, ob der Transformationsplan die Talfahrt noch stoppen kann.






