13 April 2026, 12:19

Geheimnisvolle Kayser-Vase taucht nach Jahrzehnten wieder auf – Museum sucht Hinweise

Schwarzes und weißes Foto eines Raums, der zahlreiche Vasen und dekorative Gegenstände aus der Imperial Factory in London zeigt, die in einer Collage mit Text unten angeordnet sind.

Geheimnisvolle Kayser-Vase taucht nach Jahrzehnten wieder auf – Museum sucht Hinweise

Seltene monumentale Vase des Krefelder Zinngießers J. P. Kayser taucht nach Jahrzehnten wieder auf

Das Deutsche Kupfer- und Messingmuseum ruft nun die Öffentlichkeit auf, Hinweise zu ähnlichen Objekten des Herstellers zu melden, um mehr über dieses rätselhafte Stück zu erfahren.

Die mit zarten Zinnrosen-Applikationen verzierte Vase entstand nach 1908, fand sich jedoch weder in Messekatalogen noch in Verkaufsunterlagen. Im Gegensatz zu anderen Werken Kaysers blieb sie undokumentiert – was ihre Aura des Geheimnisvollen noch verstärkt. Die 1851 gegründete Gießerei war für ihre hochwertigen Messing- und Zinnarbeiten bekannt, wobei Engelbert Kayser als kreativer Kopf hinter dem Erfolg stand.

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Zu den Beständen des Museums zählen mehrere Messingobjekte mit dem Kayser-Stempel, darunter zwei prunkvolle Weinkühler mit figürlichen Griffen und einem Weinranken-Fries. Diese Stücke spiegeln den Jugendstil wider, der in den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren einen regelrechten Boom erlebte und Kayserzinn zu einem begehrten Statussymbol machte. Noch heute sind solche Exponate bei Sammlern und Institutionen weltweit hochgeschätzt.

Dr. Marilena Calcara, die am 1. August 2025 die Forschung im Deutschen Kupfer- und Messingmuseum übernahm, leitet die Bemühungen, die Herkunft der Vase zu rekonstruieren. Das Museum bittet um Hinweise, Tipps oder Familiengeschichten, die Licht auf dieses und andere Kayser-Werke werfen könnten.

Die Entdeckung der Vase unterstreicht die anhaltende Faszination für Kayserzinn – und die Lücken in seiner dokumentierten Geschichte. Durch die Einbindung der Öffentlichkeit möchte das Museum seine Archive erweitern und das handwerkliche Erbe von J. P. Kayser für kommende Generationen bewahren.

Quelle