Funke Mediengruppe verlässt MVFP bis 2027 nach internen Konflikten
Die Funke Mediengruppe hat bekannt gegeben, bis zum 30. Juni 2027 aus dem Verband der Magazine- und Digitalverlage (MVFP) auszutreten. Als Hauptgründe für den Schritt nannte das Unternehmen Differenzen bei Wahlverfahren und der internen Kommunikation. Der Austritt ist ein weiterer Rückzug aus einem bedeutenden Branchenverband in den vergangenen Jahren.
Der MVFP vertritt die Interessen von Zeitschriften-, Medien- und Digitalverlagen in Gesprächen mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Die Funke Mediengruppe, einer der größten Medienkonzerne Deutschlands, zählte seit Langem zu den einflussreichsten Mitgliedern der Organisation. Der Austritt erfolgt in einer Phase des Führungswechsels: Philipp Welte gab kürzlich den Vorsitz ab.
Als sein Nachfolger gilt Lars Joachim Rose, Verleger beim Klambt-Verlag, bereits als Favorit. Doch die Entscheidung der Funke Mediengruppe spiegelt tiefere Bedenken hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Verbands wider. Bereits 2022 hatte das Unternehmen den Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) aus ähnlichen Gründen – divergierende Auffassungen zur Verbandsstrategie – verlassen.
Der Verlust der Funke Mediengruppe ist ein herber Schlag für den MVFP. Als einer der größten Mitglieder und finanziellen Unterstützer schwächt der Austritt die Schlagkraft des Verbands. Gleichzeitig unterstreicht der Schritt die anhaltenden Spannungen in der Branche über Fragen der Führung und künftigen Ausrichtung.
