Fronhof-Platz in Solingen: Grüne und CDU finden Kompromiss für Innenstadt-Oase
Eleonora JunitzFronhof-Platz in Solingen: Grüne und CDU finden Kompromiss für Innenstadt-Oase
Die Pläne zur Neugestaltung des Fronhof-Platzes in Solingen nehmen konkrete Formen an und erhalten nun parteiübergreifende Unterstützung. Die Grünen begrüßen den überarbeiteten Ansatz der CDU und bezeichnen ihn als wichtigen Schritt für die Innenstadt. Gleichzeitig bleibt die Debatte über Sicherheitsmaßnahmen in der Unterführung in Ohligs umstritten – hier schlägt die CDU Videoüberwachung vor.
Die Grünen hatten sich lange für eine modernisierte Gestaltung des Fronhof-Platzes eingesetzt. Helga Bisier, Mitglied im Bezirksrat des Stadtbezirks Mitte, zeigte sich erleichtert, dass das Projekt nun vorankommt. Die Pläne sehen mehr Sitzgelegenheiten, Grünflächen, Wasserspiele und eine erneuerte Pflasterung vor, um einen attraktiven Ort für den Alltag und Veranstaltungen zu schaffen. Zudem wurde ein größerer Spielplatz gesichert, was die Partei als besonderen Gewinn für Familien hervorhebt.
Die Kursänderung der CDU bei der Platzneugestaltung stieß bei den Grünen auf Anerkennung, die darin ein positives Signal für die Entwicklung der Innenstadt sehen. Doch in der Frage der Sicherheit in der Ohligser Unterführung bleiben die Fronten verhardt. Die CDU-Fraktion im Bezirksrat Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid regte an, Videoüberwachung zur Verbesserung der Sicherheit zu prüfen – ein Vorstoß, den die Grünen skeptisch betrachten. Niklas Geßner, sicherheitspolitischer Sprecher der Grünen, argumentiert, die Unterführung sei kein Kriminalitätsschwerpunkt, und ein Gefühl von Sicherheit entstehe durch bessere Gestaltung, nicht durch Kameras.
Statt auf Überwachung zu setzen, plädieren die Grünen für verbesserte Beleuchtung, Sauberkeit und Instandhaltung in der Unterführung. Gleichzeitig unterstützen sie den CDU-Fokus auf die Sanierung des Bereichs, da gut gepflegte, einladende Räume ihrer Ansicht nach von selbst die Sicherheit erhöhen.
Die Neugestaltung des Fronhof-Platzes verfügt nun über eine breitere politische Rückendeckung, mit dem Ziel, einen funktionaleren und attraktiveren öffentlichen Raum zu schaffen. Bei der Unterführung verschiebt sich die Debatte von Überwachungsfragen hin zu städtebaulichen Verbesserungen – beide Seiten sind sich einig, dass eine gut instand gehaltene Umgebung entscheidend ist. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie diese Vorschläge in den kommenden Monaten umgesetzt werden.






