30 April 2026, 06:18

Fritz Schramma verlässt CDU nach harter Kritik an Kölner Parteiführung

Ein Stadtplatz mit einem zentralen Brunnen, umgeben von Bänken, Topfpflanzen, Straßenlaternen und -masten, sowie einem Uhrenturm und Gebäuden im Hintergrund bei klarem blauem Himmel.

Fritz Schramma verlässt CDU nach harter Kritik an Kölner Parteiführung

Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf die jüngsten enttäuschenden Ergebnisse der Partei bei den Kommunalwahlen, bei denen ihr Kandidat Markus Greitemann die Stichwahl verpasste. Schramma kritisierte offen die aktuelle Führung, weil sie sich nicht mit den Gründen für die Niederlage auseinandergesetzt habe.

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Schrammas Rückzug erfolgt nach wiederholter Kritik an der Kölner CDU-Führung. Er warf der Partei vor, die Ursachen für den Verlust an Wählerzustimmung nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben. Besonders richtete sich seine Kritik gegen den Fraktionsvorsitzenden Bernd Petelkau, dem er vorwarf, sein Amt nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit auszuüben. In einer deutlichen Stellungnahme erklärte Schramma: "Die Führung der Kölner CDU ist kein Nebenjob."

Petelkau wies Schrammas Vorwürfe zurück und bedauerte dessen Entscheidung, die Partei zu verlassen. Er betonte, dass eine Analyse der Wahlniederlage zunächst intern mit den Parteispitzen erörtert werde, bevor sie den Mitgliedern präsentiert werde. Aktuell wird die Kölner CDU von Serap Güler, Bundesministerin und Bundestagsabgeordnete, sowie dem Landtagsabgeordneten Florian Braun geführt.

Die Schwierigkeiten der CDU in Köln wurden besonders deutlich, als ihr Oberbürgermeisterkandidat Markus Greitemann gegen Bewerber der Grünen unterlag. Schrammas Austritt erhöht den Druck auf die Partei, ihre Strategie und Führungsstrukturen zu überdenken.

Sein Rückzug stellt die Kölner CDU vor weitere Fragen zu ihrer künftigen Ausrichtung. Nun muss die Partei entscheiden, wie sie mit Schrammas Kritik umgeht und ob sie ihren Führungsstil anpasst. Mit Schlüsselpersonen wie Güler und Braun an der Spitze dürfte der Fokus darauf liegen, vor den nächsten Wahlen wieder an Unterstützung zu gewinnen.

Quelle