Frau täuscht eigene Entführung vor – und scheitert an 5.000 Euro in der Tasche
Mina BenthinProzess: Frau simuliert ihre eigene Entführung beim Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und scheitert an 5.000 Euro in der Tasche
Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um von ihrem Ehemann Geld zu erpressen, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das 14-monatige Urteil folgt auf ihre Verurteilung wegen Erpressung und Vortäuschens einer Straftat. Wie das Gericht erfuhr, inszenierte sie die Tat aufgrund wachsender Schulden und persönlicher Probleme.
Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen 5.000 Euro für ihre Freilassung gefordert wurden. Um ihre Sicherheit besorgt, alarmierte er sofort die Polizei, die daraufhin umfangreiche Ermittlungen einleitete.
Beamte fanden die Frau später in der Nähe des Kölner Doms, wo sie behauptete, ihren Entführern entkommen zu sein. Doch die Ermittler wurden misstrauisch, als sie feststellten, dass sie fast 5.000 Euro bei sich trug. Weitere Überprüfungen ergaben, dass sie bereits 20.000 Euro Schulden angehäuft hatte, bevor sie die Scheinentführung plante.
Während des Prozesses gestand sie die Vorwürfe und erklärte, dass eine Spiel- und Shopping-Sucht in Kombination mit schwerer Depression sie zu dieser Tat getrieben habe. Trotz der Täuschung vergab ihr ihr Mann und beglich nach Abschluss des Verfahrens sogar ihre ausstehenden Schulden.
Das Gericht verhängte eine 14-monatige Bewährungsstrafe wegen Erpressung und falscher Anzeige. Die Schulden der Frau wurden inzwischen von ihrem Ehemann getilgt, der sich nach dem Rechtsstreit dazu entschied, sie zu unterstützen. Der Fall wurde inzwischen offiziell abgeschlossen.






