Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion revolutionieren und Rohstoffabhängigkeit senken
Mina BenthinForschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion revolutionieren und Rohstoffabhängigkeit senken
Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum zielt darauf ab, die Wasserstoffproduktion nachhaltiger zu gestalten. Unter dem Namen CircuPEM konzentriert es sich darauf, die Abhängigkeit von teuren Rohstoffen in PEM-Elektrolyseuren zu verringern – einer Schlüsseltechnologie für grünen Wasserstoff. Die Initiative hat fast 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben.
Im Fokus stehen Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM), die derzeit auf kostspielige und knappe Materialien angewiesen sind. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, betont, dass dies ein zentrales Hindernis für die breitere Nutzung dieser Technologie darstellt. CircuPEM will einen Kreislaufwirtschaftsansatz entwickeln, um Materialien effizienter wiederzuverwenden.
Das Projekt läuft über drei Jahre und gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entworfen und getestet. Abschließend erarbeitet das Konsortium Empfehlungen für Pilotprojekte, um die Ergebnisse in die Praxis umzusetzen.
Die Ruhr-Universität Bochum koordiniert das Vorhaben gemeinsam mit mehreren Partnern, darunter das HNI der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Das Projekt ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens und der Europäischen Union gefördert wird.
Die Arbeit von CircuPEM könnte dazu beitragen, die Kosten zu senken und Engpässe bei Rohstoffen in der grünen Wasserstoffproduktion zu verringern. Die Ergebnisse des Projekts könnten zu nachhaltigeren Elektrolyseur-Designs und verbesserten Branchenstandards führen. Die Förderung und Unterstützung laufen bis 2027.






