19 June 2026, 16:15

Falsches VRR-Angebot: Betrüger locken mit kostenlosem Nahverkehr in Essen

Öffentlicher Nahverkehr in Essen: Hinter dem Sechsmonats-Ticket für 2,35 Euro steckt dieser Betrug

Falsches VRR-Angebot: Betrüger locken mit kostenlosem Nahverkehr in Essen

Falsche Facebook-Behauptung: 500 Essenern soll kostenloser Nahverkehr für sechs Monate versprochen worden sein

Ein Facebook-Beitrag behauptet fälschlicherweise, dass 500 Einwohner Essens und der Umgebung sechs Monate lang kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen könnten. Bei dem Betrug handelt es sich angeblich um ein Jubiläumsangebot des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) für ein Ticket zum Preis von 2,35 Euro – doch Opfer berichten, nach der Zahlung nie ein Ticket erhalten zu haben.

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Der betrügerische Beitrag zeigt Bilder von Bussen und Bahnen der Essener Ruhrbahn sowie eine grün-weiße „Chipkarte“ mit VRR-Logo. Trotz des seriös wirkenden Auftritts gibt es mehrere Warnsignale: So enthält der Post gefälschte Nutzerkommentare und Links zu themenfremden Websites.

Das Vorgehen folgt einem bekannten Muster. Über 1.000 gefälschte Facebook-Seiten haben in mehr als 60 Ländern lokale Verkehrsanbieter imitiert. Ähnliche Anzeigen tauchten bereits in Berlin, Chemnitz und Düsseldorf auf – mit fast identischem Wortlaut und derselben IT-Infrastruktur.

Der Beitrag wurde mehrfach als bezahlte Werbung geschaltet und erreichte über 4.400 Aufrufe. Nutzer, die darauf klicken, werden auf eine fremde Website weitergeleitet, wo sie persönliche Daten und Kreditkarteninformationen angeben sollen. Die Opfer sehen sich anschließend mit steigenden Forderungen nach weiteren Zahlungen konfrontiert – ein Ticket erhalten sie jedoch nie.

Phishing ist in Deutschland eine Straftat. Die Behörden warnen die Bevölkerung, gegenüber solchen Betrugsmaschen wachsam zu bleiben.

Die betrügerische Kampagne hat bereits Tausende Nutzer über bezahlte Werbung erreicht. Opfer verloren Geld, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Die Ermittlungen zu dem Betrug laufen noch, während die Täter weiterhin Fahrgäste in mehreren Städten ins Visier nehmen.

Quelle