Ex-Polizist aus NRW wegen Erpressung und Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt
Eleonora JunitzNordrhein-Westfalen: Ehemaliger Polizist wegen Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt - Ex-Polizist aus NRW wegen Erpressung und Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt
Ein ehemaliger Polizist aus Nordrhein-Westfalen ist nach einem Korruptionsprozess zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 46-Jährige, der im Kreis Viersen stationiert war, wurde der Bestechlichkeit, versuchter Erpressung und Justizbehinderung für schuldig befunden. Seine Straftaten richteten sich gegen den Betreiber einer Cannabis-Plantage in Mönchengladbach.
Im September 2020 hatten der Beamte und zwei Komplizen den Betreiber der Anlage mit Forderungen nach Schweigegeld aufgesucht. Sie verlangten zunächst 80.000 Euro und anschließend monatliche Zahlungen von 10.000 Euro, um eine Ermittlung des Bundeskriminalamts (BKA) hinauszuzögern. Um das Opfer unter Druck zu setzen, zeigte der Ex-Polizist Polizeifotos und behauptete fälschlicherweise, die Behörden stünden kurz vor dem Zugriff.
Der Betreiber weigerte sich zu zahlen – trotz Drohungen und inszenierter Polizeikontrollen. Der Verurteilte verschickte zudem E-Mails an Kollegen, um seiner Masche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Zu seinen Handlungen gehörte auch, dass er Beschuldigte vor anstehenden Razzien warnte.
An dem Prozess waren zwei Mittäter beteiligt: ein 34-Jähriger, der weiterhin flüchtig ist, sowie eine dritte Person, deren Verfahren wegen geringer Beteiligung eingestellt wurde. Das Gericht urteilte, dass der Machtmissbrauch des Beamten eine dreijährige Haftstrafe rechtfertige.
Das Urteil folgt auf umfangreiche Ermittlungen zu den korrupten Machenschaften des Polizisten. Seine Versuche, Geld zu erpressen und die Justiz zu behindern, wurden vor Gericht zweifelsfrei nachgewiesen. Der Fall zeigt die Konsequenzen, die der Missbrauch von Polizeibefugnissen für persönliche Bereicherung nach sich zieht.






