Europäische Razzia gegen Menschenhandel: 17 Ermittlungen in NRW-Betrieben
Darius CasparEuropäische Razzia gegen Menschenhandel: 17 Ermittlungen in NRW-Betrieben
Europäische Behörden führen im September grenzüberschreitende Kontrolltage gegen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung durch
Auch in Deutschland beteiligte sich das Hauptzollamt Aachen an der Aktion und konzentrierte sich dabei auf Restaurants und Imbisse in der Region. Bei den Überprüfungen kam es zu Strafanzeigen, Bußgeldern und der Festnahme einer gesuchten Person.
Mitarbeiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Aachen kontrollierten 13 Gastronomiebetriebe in Aachen, Euskirchen und Heinsberg. Dabei überprüften sie die Identität von 20 Personen und untersuchten insgesamt 56 Beschäftigte.
Die Kontrollen führten zu 17 Ermittlungsverfahren. In sechs Fällen ging es um illegalen Aufenthalt, in vier Fällen um die Beihilfe dazu. Fünf Betriebe wurden wegen Verstößen gegen den Mindestlohn überprüft, drei wegen vorenthaltenen oder veruntreuten Lohns und zwei wegen fehlender oder unvollständiger Arbeitszeiterfassung.
In Euskirchen erstattete die Polizei drei Strafanzeigen – zwei wegen illegalen Aufenthalts und eine wegen Beihilfe dazu. Zudem wurde eine gesuchte Person an die zuständigen Behörden übergeben.
Die Aktion ist Teil einer europäischen Großoperation, an der Polizei, Zollbehörden, lokale Ämter und Justizbehörden beteiligt sind. Ziel ist es, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die mit Ausbeutung und illegaler Beschäftigung in Verbindung stehen.
Die Kontrollen unterstreichen die laufenden Bemühungen, Arbeitsausbeutung und Schwarzarbeit in Europa zu bekämpfen. Zoll und Polizei werden auch weiterhin Betriebe überwachen; weitere Aktionen sind in kommenden Operationen zu erwarten.
Für Rückfragen steht die Pressesprecherin des Hauptzollamts Aachen, Elke Willsch, unter 0241/9091-4770 oder [email protected] zur Verfügung.






