23 May 2026, 06:15

Düren gedenkt des 17. Juni 1953 mit Blick auf die deutsche Einheit

Gedenken an den Volksaufstand am 17. Juni 1953 - Bürgermeister Ullrich ehrt Mut und Demokratie

Düren gedenkt des 17. Juni 1953 mit Blick auf die deutsche Einheit

Feierliche Gedenkveranstaltung in Düren markiert 71. Jahrestag des Volksaufstands vom 17. Juni 1953

Mit einer würdevollen Zeremonie in Düren ist an den 71. Jahrestag des Aufstands vom 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR erinnert worden. Bürgermeister Frank Peter Ullrich führte die Veranstaltung am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus an und betonte die Bedeutung, das Andenken an dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte wachzuhalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Versammlung blickte jedoch auch nach vorn: Die Organisatoren kündigten an, künftige Gedenkfeiern zeitlich zu verlegen. Die nächste Veranstaltung findet im Oktober 2025 unter dem Motto „35 Jahre deutsche Einheit – Sind wir angekommen?“ statt.

Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule spielten bei der Zeremonie eine zentrale Rolle. Sie trugen Schilder mit Parolen aus den Protesten von 1953 und schlagen so eine Brücke zwischen Vergangenheit und jüngeren Generationen. Heiko Hendriks, der Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, würdigte ihr Engagement und dankte sowohl den Jugendlichen als auch den Lehrkräften für ihr Bemühen, die Erinnerung lebendig zu halten.

Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender des Bundes der Stalinistisch Verfolgten (VOS), berichtete aus eigener Erfahrung vom Leben unter dem DDR-Regime. Seine Schilderungen verleihen der Veranstaltung eine persönliche Note und unterstreichen die Leiden derer, die sich gegen Unterdrückung auflehnten.

Bürgermeister Ullrich hob die Bedeutung des 17. Juni als Tag des Einsatzes für grundlegende Rechte hervor. Er warnte davor, die Lehren aus der DDR-Zeit in Vergessenheit geraten zu lassen – besonders im Hinblick auf das bevorstehende 35. Jubiläum der Wiedervereinigung. Die Verlegung der nächsten Gedenkfeier auf Oktober 2025 spiegelt den erweiterten Fokus auf das Erbe von Teilung und Einheit in Deutschland wider.

Die Veranstaltung in Düren war zugleich eine Hommage an die Opfer von 1953 und ein Aufruf, über die Fortschritte Deutschlands seit der Wiedervereinigung nachzudenken. Mit künftigen Gedenkveranstaltungen, die sich den Erfolgen und Herausforderungen der Einheit widmen, wollen die Verantwortlichen der Stadt sicherstellen, dass die Vergangenheit auch für jüngere Generationen eine orientierende Kraft bleibt. Die Einbindung von Schülerinnen, Schülern und Zeitzeugen hält die Debatte über Freiheit und Demokratie fest in der Gegenwart verankert.

Quelle