Die Linke in NRW zeigt erste Zeichen der Erholung bei Kommunalwahlen
Mina BenthinDie Linke in NRW zeigt erste Zeichen der Erholung bei Kommunalwahlen
Die Linke in Nordrhein-Westfalen verzeichnet leichte Erholung bei Kommunalwahlen nach Jahren des Niedergangs
Nach Jahren des Rückgangs zeigt Die Linke in Nordrhein-Westfalen bei Kommunalwahlen eine bescheidene Erholung. Die Partei, die einst im Landtag vertreten war, setzt nun darauf, ihren Einfluss von der Basis aus neu aufzubauen. Aktuelle Ergebnisse deuten auf eine kleine, aber wachsende Anhängerschaft hin.
Erstmals zog Die Linke 2010 in den nordrhein-westfälischen Landtag ein. 2012 erreichte sie 2,5 Prozent der Stimmen, verlor jedoch ihre Mandate, nachdem sie keine Haushaltsmehrheit sichern konnte – was Neuwahlen auslöste. Bei den Landtagswahlen 2017 und 2022 verfehlte die Partei den Wiedereinzug und fiel 2022 auf nur noch 2,1 Prozent.
Bei Kommunalwahlen verzeichnet Die Linke hingegen schrittweise Fortschritte. 2022 erreichte sie landesweit im Schnitt 5,6 Prozent und errang acht direkte Stadtratsmandate. Die Zahl der Kommunalvertreter:innen stieg seitdem auf 734 – fast doppelt so viele wie noch 2020.
Für die Zukunft will sich Die Linke als Stimme für Migrant:innen und Bezieher:innen von Grundsicherung positionieren. Einige Mitglieder, darunter Nadine Mai und Till Sörensen-Siebel, stecken sich höhere Ziele für 2027: eine halbe Million Stimmen und die Rückkehr in den Landtag nach zehn Jahren Abwesenheit.
Die Strategie der Partei konzentriert sich nun auf kommunales Wachstum, um wieder Einfluss auf Landesebene zu gewinnen. Mit fast doppelt so vielen Kommunalvertreter:innen wie 2020 baut Die Linke ihre Präsenz langsam aus. Ob der Erfolg 2027 gelingt, hängt davon ab, ob es ihr gelingt, die kommunale Unterstützung in eine stärkere landesweite Performance umzumünzen.






