Deutschland verschärft Datenschutz: Neues DADG-Gesetz bringt hohe Strafen und strengere Kontrollen
Darius CasparDeutschland verschärft Datenschutz: Neues DADG-Gesetz bringt hohe Strafen und strengere Kontrollen
Deutschland bereitet sich auf die Umsetzung des EU-Datengesetzes mit einem neuen nationalen Gesetz vor. Der Gesetzentwurf, bekannt als Datengesetz-Durchführungs- und Durchsetzungsgesetz (DADG), würde unmittelbar nach der Verabschiedung in Kraft treten. Bei Annahme führt er strengere Kontrollen und hohe Bußgelder für Verstöße ein.
Das EU-Datengesetz gilt seit dem 12. September 2025 in allen Mitgliedstaaten. Deutschland hat jedoch noch kein eigenes Umsetzungsgesetz finalisiert. Der vorgeschlagene DADG soll diese Lücke schließen, indem er klare Durchsetzungsregeln festlegt.
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) wird als zentrale Behörde für die Einhaltung des Datengesetzes fungieren. Zu ihren Aufgaben gehören die Zulassung von Schlichtungsstellen, die Durchsetzung der Pflichten nach Artikel 38 sowie die Einleitung von Ermittlungen. Die Behörde erhält zudem die Befugnis, Verwaltungsstrafen zu verhängen – bei schweren Verstößen reichen die Geldbußen von 50.000 Euro bis zu 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens.
Die Aufsicht über den Datenschutz wird beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) zentralisiert. Damit verlagert sich die Zuständigkeit von den Landesbehörden auf die nationale Ebene. Der BfDI überwacht die Einhaltung der Datenschutzvorschriften durch private Unternehmen, wobei branchenspezifische Aufsichtsbehörden weiterhin eine Rolle spielen. Bei Verstößen im Zusammenhang mit der DSGVO bleibt der BfDI zuständig und wendet das bestehende Sanktionssystem an.
Sobald das DADG verabschiedet ist, tritt es am Tag nach der offiziellen Veröffentlichung in Kraft. Unternehmen in Deutschland müssen dann mit strengeren Kontrollen rechnen: Die BNetzA treibt die Umsetzung voran, während der BfDI den Datenschutz überwacht. Das neue Gesetz bringt Deutschland in Einklang mit den EU-weiten Vorgaben des Datengesetzes und führt gleichzeitig erhebliche Strafen für Verstöße ein.






