19 June 2026, 20:14

Crack überholt Heroin: Großstädte kämpfen mit neuer Drogenwelle und fordern radikale Lösungen

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Crack überholt Heroin: Großstädte kämpfen mit neuer Drogenwelle und fordern radikale Lösungen

Crack hat Heroin als meistkonsumierte illegale Droge in mehreren deutschen Großstädten überholt. Dazu zählen Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund. Diese Entwicklung veranlasst lokale Verantwortungsträger, nach neuen Lösungen für das wachsende Problem zu suchen.

In Köln wies der SPD-Oberbürgermeister Torsten Burmester auf den Neumarkt als Haupttreffpunkt für Drogenabhängige hin. Er betonte das Leid, das dies sowohl für die Konsumenten als auch für die Anwohner mit sich bringt. Ähnliche Probleme schilderte Düsseldorf Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU): Crackabhängige würden aggressiv betteln, stehlen und sich prostituieren. Viele rauchten zudem öffentlich und verrichteten ihre Notdurft im Freien – was Anwohner und Geschäftsleute gleichermaßen belastet.

Um die Situation in den Griff zu bekommen, setzen sich Burmester und Keller für die Legalisierung des Kleinsthandels mit harten Drogen in ihren Städten ein. Keller schlägt spezielle Zonen vor, in denen kleine Mengen unter medizinischer Aufsicht gekauft und verkauft werden könnten. Ziel ist es, die Kriminalität zu verringern und die Belastung für den öffentlichen Raum zu mindern.

Beide Oberbürgermeister haben beim nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach eine rechtliche Prüfung beantragt. Sie wollen klären, ob in Drogenkonsumräumen ein kontrollierter Kleinhandel möglich wäre. Damit sollen Mitarbeiter klare, rechtssichere Handlungsanweisungen für den Umgang mit dem Handel erhalten.

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Das Vorhaben zielt darauf ab, sicherere Bedingungen für Abhängige und Anwohner zu schaffen. Wird der Vorschlag genehmigt, könnten überwachte Einrichtungen in Düsseldorf den kleinteiligen Drogenhandel ermöglichen. Die Oberbürgermeister hoffen, so die öffentliche Ordnung zu verbessern und die Lage in den betroffenen Vierteln zu entspannen.

Quelle