06 April 2026, 18:19

Castor-Transporte in NRW: Polizei warnt vor Sicherheitslücken und drohender Absage

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Behälter mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Flaggen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Castor-Transporte in NRW: Polizei warnt vor Sicherheitslücken und drohender Absage

Pläne zum Transport von Atommüll in Castor-Behältern haben in Nordrhein-Westfalen neue Besorgnis ausgelöst. Patrick Schlüter, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), fordert dringend Antworten zu Sicherheit und Logistik. Er warnt, dass die aktuellen Bedingungen den Transport höchst problematisch machen – und im November möglicherweise sogar unmöglich.

Die Vorbereitungen für die umstrittenen Transporte laufen bereits bei der Polizeidirektion Münster. Doch Schlüter besteht darauf, dass keine Lieferungen stattfinden dürfen, solange kein umfassendes Arbeitsschutz- und Strahlenschutzkonzept vorliegt. Bei früheren Transporten durften Beamte sich nur kurz in der Nähe der Behälter aufhalten und waren von der Begleitung der Container ausgeschlossen – eine Einschränkung, die bis heute ungelöst ist.

Die Transportrouten selbst stellen eine große Herausforderung dar. Brücken zwischen Jülich und Ahaus sind stark belastet, sodass nur wenige zuverlässige Strecken für die schweren Lasten zur Verfügung stehen. Gegner des Vorhabens haben diese Schwachstellen erkannt und könnten sie nutzen, um den Ablauf zu stören.

Schlüter rechnet von Anfang an mit einem Großaufgebot der Polizei, da mit linksgerichteten Protesten zu rechnen ist. Er bezeichnet jeden Versuch, unter den aktuellen Bedingungen voranzugehen, als unvertretbar. Ohne klare Sicherheitsvorkehrungen zweifelt der Gewerkschaftschef daran, dass die Transporte im kommenden Monat überhaupt stattfinden werden.

Die Forderung nach Klarheit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden unter wachsendem Druck wegen Sicherheitsmängeln und Infrastrukturproblemen stehen. Die endgültige Entscheidung über die November-Transporte hängt nun davon ab, ob ein belastbares Schutzkonzept vereinbart werden kann. Ohne dieses drohen weitere Verzögerungen – oder gar eine Absage.

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