BOB Campus: Wie eine Textilfabrik-Brache zum lebendigen Gemeinschaftszentrum wurde
Ortrun SteinbergBOB Campus: Wie eine Textilfabrik-Brache zum lebendigen Gemeinschaftszentrum wurde
Aus einer ehemaligen Textilfabrik-Brache in Nordrhein-Westfalen ist der BOB Campus entstanden – ein lebendiges urbanes Zentrum. Das Projekt, das sich über 25 Gebäude in 16 Kommunen erstreckt, wurde für sein innovatives Design und seinen Gemeinschaftsansatz ausgezeichnet. Eine offizielle Preisverleihung im frühen Jahr 2026 wird seinen Erfolg würdigen.
Der BOB Campus steht heute dort, wo in den 1970er-Jahren eine heruntergekommene Fabrik mit schlechter Beleuchtung und verfallenen Bausubstanzen kämpfte. Die Kölner Architekten von raumwerk.architekten Hübert und Klußmann sowie das Berliner Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto gestalteten das Gelände neu und überbrückten dabei einen Höhenunterschied von 20 Metern. Herausgekommen ist eine Mischung aus 25 neu gebauten und sanierten Gebäuden, die Bildungseinrichtungen, Wohnraum, Arbeitsflächen und einen großen Nachbarschaftspark vereint.
Anwohner:innen und lokale Organisationen prägten den Campus maßgeblich mit. Ihre Beteiligung sorgte dafür, dass der Ort unterschiedlichen Generationen und Kulturen gerecht wird und soziale Verbundenheit sowie geteilte Verantwortung fördert. Träger des Projekts ist die Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH, eine Initiative der Montag Stiftung Urbane Räume.
Die offizielle Ehrung findet am 9. Februar 2026 im Düsseldorfer Kunstmuseum K21 statt. Die Wirkung des Campus erstreckt sich über ganz Nordrhein-Westfalen, mit Standorten in Städten wie Aachen, Köln, Düsseldorf, Essen und Münster.
Der BOB Campus verwandelt industriellen Niedergang in ein blühendes Gemeinschaftszentrum. Mit seinem facettenreichen Angebot und partizipativen Planungsansatz setzt er neue Maßstäbe für die Stadtentwicklung. Das preisgekrönte Projekt dient nun als Vorbild für zukünftige Vorhaben in der Region.






