25 April 2026, 10:17

Bielefelds Polizei startet Kampagne für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern

Schilder mit Aufschrift "E-Bike-Fahren nur für Anwohner" neben einer Straße mit Absperrgittern, einem Fahrzeug, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bielefelds Polizei startet Kampagne für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern

Polizei Bielefeld startet neue Verkehrssicherheitskampagne zum Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer

Die Bielefelder Polizei hat eine neue Kampagne für mehr Verkehrssicherheit ins Leben gerufen, um schwächere Verkehrsteilnehmer besser zu schützen. Die Initiative unter dem Titel "Safe.Mobile.Life – Zwei Räder im Blick" ist eine Reaktion auf den deutlichen Anstieg von Verletzungen unter Radfahrern und E-Scooter-Nutzern. Wie die Behörden mitteilen, machten ungeschützte Verkehrsteilnehmer im Jahr 2025 mehr als die Hälfte aller Verkehrsverletzten aus – ein Anstieg um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Die Kampagne richtet sich sowohl an Autofahrer als auch an Zweiradnutzer und zielt darauf ab, durch strengere Kontrollen und Aufklärung die Unfallzahlen zu senken. Die Polizei wird vermehrt in der Zeit von 7:00 bis 20:00 Uhr in der Nähe von Schulen, Kindergärten und bekannten Unfallschwerpunkten präsent sein. Dabei werden die Beamten besonders auf die Einhaltung von Abstandsregeln, korrektes Abbiegen, die Ausstattung der Fahrzeuge sowie die allgemeine Verkehrstüchtigkeit achten.

Die Daten zeigen, dass Kinder und Jugendliche besonders gefährdet sind: Junge Radfahrer verunglücken überproportional häufig. Auch die Zahl der E-Scooter-Unfälle ist um 82,35 Prozent gestiegen, vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Ablenkungen wie die Nutzung von Smartphones oder Noise-Cancelling-Kopfhörern während der Fahrt verschärfen die Risiken zusätzlich.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kampagne liegt auf dem Verhalten von Autofahrern, die Radfahrer und E-Scooter-Nutzer oft übersehen – mit teils schweren oder sogar tödlichen Folgen. Gleichzeitig tragen auch Regelverstöße von Zweiradfahrern, etwa das Missachten von Ampeln oder die Benutzung gesperrter Straßen, zur Gefahr bei. Langfristig orientiert sich die Initiative an der "Vision Zero", einer Strategie, die Verkehrsopfer und schwere Verletzungen vollständig vermeiden will.

Im Rahmen der Aufklärung wird besonders das Thema "Toter Winkel" thematisiert, um alle Verkehrsteilnehmer für Risiken zu sensibilisieren und rechtzeitiges Reagieren zu fördern. Die Polizei betont, dass gegenseitige Rücksichtnahme und die Einhaltung der Regeln entscheidend sind, um die Sicherheit auf den Straßen zu verbessern.

Die Kampagne verbindet Kontrollen mit Öffentlichkeitsarbeit, um die Unfallzahlen nachhaltig zu reduzieren. Durch gezielte Aufklärung und strengere Überwachung sollen die gefährdetsten Verkehrsteilnehmer besser geschützt werden. Die Behörden hoffen, dass diese Maßnahmen langfristig zu einem spürbaren Rückgang von Verletzungen und Todesfällen führen werden.

Quelle