05 June 2026, 18:12

Antisemitische Vorfälle überschatten Fußballspiel in Köln – Ermittlungen laufen

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe

Sportverbandesgericht behandelt Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Vorfälle überschatten Fußballspiel in Köln – Ermittlungen laufen

Ein Fußballspiel in Köln hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. Die Partie zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II endete im Streit, nachdem Spieler beschimpft und angegriffen worden sein sollen. Die Behörden ermitteln nun wegen des Vorfalls.

TuS Makkabi Köln sicherte sich am 14. September mit 7:2 einen deutlichen Sieg gegen TFG 78 Nippes II. Doch das Spiel wurde von Berichten über Beleidigungen und körperliche Angriffe überschattet. Laut den Vorwürfen wurden mehrere Spieler von Makkabi Köln während und nach der Partie antisemitisch beschimpft.

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Zwei Spieler seien von einem Gegner angespuckt worden, andere verbal angegriffen. Nach dem Schlusspfiff soll es zudem zu körperlichen Übergriffen auf Makkabi-Spieler gekommen sein. Der Fußballverband Mittelrhein hat inzwischen eine Verhandlung vor dem Sportgericht angesetzt – diese findet am 10. Oktober in der Sportschule Hennef statt.

Aktuell stehen sechs Beschuldigte im Fokus der Ermittlungen, denen sowohl antisemitische Äußerungen als auch Körperverletzung vorgeworfen werden. TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, kündigte aber eine interne Aufarbeitung an. Parallel wurde bei der Staatsanwaltschaft Köln unter dem Aktenzeichen 121 Js 1993/25 Strafanzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung erstattet.

Die Behörden rekonstruieren weiterhin den Ablauf des Geschehens, sammeln Aussagen und Beweise, um die Vorfälle aufzuklären. Die Anhörung am 10. Oktober wird die Vorwürfe detailliert prüfen. Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, drohen den Beschuldigten disziplinarische Maßnahmen des Fußballverbands sowie mögliche juristische Konsequenzen. Das Ergebnis könnte auch Auswirkungen auf künftige Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung im Amateurfußball haben.

Quelle