Algen statt Baumwolle: Wie ein neues Projekt die Textilindustrie revolutionieren will
Eleonora JunitzAlgen statt Baumwolle: Wie ein neues Projekt die Textilindustrie revolutionieren will
Die Textilindustrie steht unter Druck, sich zu wandeln. Der herkömmliche Baumwollanbau erfordert große Mengen an Wasser, Flächen und Pestiziden, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen zurückgreifen und zur Mikroplastikverschmutzung beitragen. Ein neues Projekt will nun eine umweltfreundlichere Alternative bieten.
Das Algacore-Projekt, geleitet von Leon Blanckart, entwickelt eine innovative Faserquelle aus Süßwasseralgen. Ziel ist es, eine echte Alternative zu Baumwolle und synthetischen Materialien zu schaffen und die Textilproduktion nachhaltiger zu gestalten. Das Team will beweisen, dass erneuerbare, innovative Rohstoffe sowohl ökologisch verträglich als auch industriell praktikabel sein können.
Unterstützung erhält das Vorhaben von Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie dem HNX-Startup-Team der Universität. Die Initiative hat im Rahmen des EXIST-Forschungstransfer-Programms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie rund 968.000 Euro an Fördergeldern eingeworben. Das Programm fördert technologieorientierte Start-ups mit hohem Potenzial, die aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen hervorgehen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Nutzung spezifischer Grünalgen als Rohstoff, um die Umweltbelastung durch Textilien zu verringern. Mit starker akademischer Unterstützung und erheblicher Förderung ist Algacore gut aufgestellt, um die Faserproduktion nachhaltiger zu gestalten. Das Ziel: eine tragfähige, umweltfreundliche Option für die Branche zu entwickeln.






