Aktionstag in Hamm: Migrationsberatung zwischen Erfolg und Finanznot
Bundesweiter Aktionstag zu Migrationsberatung am 1. Oktober
Am 1. Oktober fand ein bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung statt. In Hamm veranstalteten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im DRK-Heim in Bockum-Hövel eine Diskussionsrunde. An der Veranstaltung nahmen lokale und Bundespolitiker, Berater sowie junge Menschen teil, um sich mit den Herausforderungen der Migrationsdienste auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt stand die Zukunft der Migrationsarbeit in Hamm. Vertreter aus Kommunal- und Bundespolitik waren anwesend, darunter der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD). Er räumte die aktuellen Finanzierungsschwierigkeiten ein und versprach, sich für eine bessere Unterstützung dieser Dienste einzusetzen.
Das DRK und die AWO stellten ihre Programme in einer ausführlichen PowerPoint-Präsentation vor. Gleichzeitig wiesen sie auf jüngste Kürzungen hin, etwa die Streichung von Kommunikationskursen und Sozialkompetenz-Trainings für junge Migranten. Svetlana Dittmar von der AWO betonte die Bedeutung dieser Angebote, insbesondere für Schüler an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.
Teilnehmer, die von den Dienstleistungen profitiert hatten, berichteten von ihren Erfolgsgeschichten. Ihre Erfahrungen zeigten, wie die Programme ihnen den Einstieg in die deutsche Gesellschaft erleichtert haben. Die Veranstalter nutzten die Gelegenheit, um an die Politik zu appellieren: Nur mit langfristig gesicherten Mitteln könne die Stabilität der Migrationsdienste gewährleistet werden.
Die Veranstaltung diente gleichermaßen als Plattform für Würdigung und Forderungen. Zwar wurden Erfolge gefeiert, doch wurde auch deutlich: Ohne verlässliche Finanzierung bleiben essenzielle Angebote für junge Migranten in Hamm weiter von Kürzungen bedroht.






