AfD in NRW: Stimmenzuwachs bei Kommunalwahlen – doch Stichwahlen enden mit Niederlagen
Eleonora JunitzAfD in NRW: Stimmenzuwachs bei Kommunalwahlen – doch Stichwahlen enden mit Niederlagen
Die Alternative für Deutschland (AfD) verzeichnete bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen (NRW) gemischte Ergebnisse. Zwar konnte die Partei ihren Stimmenanteil im Vergleich zu früheren Ratswahlen verdreifachen, blieb jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der Landesvorsitzende Martin Vincentz bezeichnete das Ergebnis dennoch als Erfolg – trotz deutlicher Niederlagen in den Stichwahlen.
Mit 14,5 Prozent der Stimmen landete die AfD landesweit in NRW weit unter ihrem Bundestrends bei der Bundestagswahl. Obwohl dies eine Verdreifachung gegenüber früheren Kommunalwahlen bedeutet, zeigte sich die Partei enttäuscht.
Alle vier AfD-Kandidat:innen, die in Stichwahlen antraten, unterlagen. In den meisten Städten erhielt die Partei im zweiten Wahlgang sogar weniger Stimmen als in der ersten Runde. Vincentz relativierte die Verluste und betonte stattdessen die insgesamt gestiegenen Stimmenanteile als Erfolg.
Trotz der Betonung der AfD-Rolle durch einige Medien war die Partei kein zentrales Thema im NRW-Wahlkampf. Interne Machtkämpfe mit rechtsextremen Flügeln erschweren zudem Vincentz’ Bemühungen, die AfD als bürgerliche Kraft in der Region zu etablieren.
Die Wahl hinterlässt die AfD in NRW mit einem höheren Stimmenanteil, aber ohne einen einzigen Stichwahlsieg. Vincentz’ Erfolgsrhetorik steht im Kontrast zu den schwachen Ergebnissen in den entscheidenden Rennen. Die Resultate spiegeln die anhaltenden Schwierigkeiten wider, interne Spaltungen mit übergeordneten politischen Ambitionen in Einklang zu bringen.






