12 April 2026, 00:25

1.500 demonstrieren in Köln gegen Merz' Politik und für Menschenrechte

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

1.500 demonstrieren in Köln gegen Merz' Politik und für Menschenrechte

Unter dem Motto "Menschenrechte verteidigen – Stoppt Merz' Politik" demonstrierten am Sonntag, den 2. November 2025, in Köln rund 1.500 Menschen. Laut Polizei nahmen etwa 1.500 Personen teil, obwohl die Veranstalter offiziell nur 500 Teilnehmer angemeldet hatten. Die Kundgebung war Teil der wachsenden Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Oktober mit umstrittenen Äußerungen über das städtische Bild Deutschlands für Aufsehen gesorgt hatte.

Die Demonstration wurde von einem Bündnis lokaler und überregionaler Gruppen organisiert, darunter Seebrücke Köln, Fridays for Future Köln und Medical Solidarity International. Weitere beteiligte Initiativen waren SOS Humanity, Kölner Spendenkonvoi, Resist Köln sowie Youth for Climate Köln.

Redner:innen forderten auf der Veranstaltung eine Stärkung der Seenotrettung für Geflüchtete im Mittelmeer. Zudem verlangten sie bezahlbaren Wohnraum, Gerechtigkeit für Palästina und einen entschiedenen Widerstand gegen die rechtsextreme AfD. Die Demonstrant:innen betonten die Notwendigkeit einer solidarischen Gesellschaft, in der Migration als Normalität akzeptiert und das Asylrecht geschützt wird.

Die Kundgebung reiht sich in eine Serie ähnlicher Proteste in anderen deutschen Städten der vergangenen Woche ein. Seit Merz' umstrittenen Aussagen im Oktober formiert sich zunehmend Widerstand gegen seine Politik und Rhetorik. Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung blieb bis zum 2. November 2027 online abrufbar.

Die Demonstration bündelte verschiedene Forderungen – von Migrationsrechten über Wohnraumpolitik bis hin zum Kampf gegen rechtsextreme Tendenzen. Angesichts der sich ausweitenden Proteste in mehreren Städten gewinnt die Bewegung gegen die Regierung Merz weiter an Fahrt. Welche konkreten politischen Folgen diese Aktionen haben werden, bleibt jedoch abzuwarten.

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